Logo Header 300

Wir setzen uns zum Ziel, theatrale Bildung im Kontext Schule zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Logo PHNOE 2016
bmbwf ueg.logo

07

2015 10 - der Tipp im Oktober: Beatrix Wildt, Ingrid Hentschel, Johannes Wildt (Hg.): Theater in der Lehre

WILDT, Beatrix. HENTSCHEL, Ingrid. WILDT, Johannes. (Hg.) (2008):
Theater in der Lehre. Verfahren. Konzepte. Vorschläge. 1. Auflage.
Berlin/Zürich: LIT Verlag.

Mit der Absicht, Theatermethoden mit hochschuldidaktischen Konzepten zu verknüpfen, konzipierten die Herausgeber dieser Publikation ab dem Jahr 2001 eine Tagungsreihe, aus der sich ein internationales Netzwerk mit dem Titel „Theater in der Lehre" entwickelt hat. Aus dieser Zusammenarbeit entstand dieser Sammelband, der in einer neuen Sachlichkeit theatrale Verfahren in die Hochschullehre einbeziehen soll. Gerd Koch und Florian Vaßen betonen in ihrem Vorwort, dass es, wenn man „ans Theatrale in didaktischen Kontexten denkt, eben nicht einfach um Motivation durch Theatermethoden, sondern um eine Rekonstruktion von Lehr-, Lern-, Forschungs- und Darstellungskulturen mittels der – Theorie und Praxis verbindenden – Kraft von Theater" geht.

Die vielfältigen Beiträge in diesem Sammelband, u. a. von Ingrid Hentschel, Gerd Koch, Manfred Lukas Schewe oder Marcel Cremer, zeigen, wie theatrale Verfahren die Lehre in verschiedenen Fachdisziplinen, z. B. die Musik- und Fremdsprachendidaktik, die LehrerInnenausbildung, den Bereich Soziale Arbeit, die Beratung oder auch Promotionscoaching, erweitern und bereichern kann.

Hier einige Beispiele:

Ingrid Hentschel stellt in ihrem Beitrag einen Vergleich verschiedener Schauspielmethoden an und diskutiert Probleme in Forschung und Lehre.

Gerd Koch liefert mit seinem Beitrag einen Vorschlag für methodisch reflektiertes Verhalten, der die Haltung (nach Bert Brecht) auszubilden helfen soll, der also nicht für eine bestimmte Fachrichtung wie etwa Literaturwissenschaft gedacht ist.

Beatrix Wildt zeigt in ihrem Beitrag, wie „Educational Drama" in der universitären Lehre für die zukünftige pädagogische Arbeit der Studierenden als pädagogisches Handlungsmodell fächerübergreifend vermittelt werden kann.

Es finden sich in diesem Sammelband auch Beiträge zu Playbacktheater, Psychodrama, Jeux Dramatiques, Autobiographischem Theater, Forumtheater, Maskentheater etc.

Diese Publikation zeigt, wie die vielfältigen theatralen Verfahren, die hier in Verbindung von Wissenschaft und Theater vorgestellt werden, in die unterschiedlichen Bereiche des Lernens und Lehrens an Hochschulen einbezogen werden können.

Rezension von Erika Klonner
ZSK    |    BAG-BILD    |    BAG-MUSIK    |    BAG-WERKEN